• von 19:30 bis 20:30 Uhr (Europe/Berlin)

  • Kinder- und Zwangsarbeit in globalen Wertschöpfungsketten – darüber informiert die Ausstellung „Der Freiheit so fern: Kinder- und Zwangsarbeit im 21. Jahrhundert“ mit Fotos und Texten. Sie bietet Zahlen und Zusammenhänge, gibt Einblicke und lässt Betroffene zu Wort kommen. Vom 2. bis 27.05.2023 ist die Ausstellung von SÜDWIND in der Michaeliskirche in Erfurt zu sehen.
    Zwangsarbeit ist auch heute noch bittere Realität für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Zustände unwürdiger Arbeit betreffen auch Heranwachsende: 160 Millionen Kinder waren 2021 weltweit zum Arbeiten gezwungen. Die Hauptursache dafür, ist die schlechte wirtschaftliche Situation der Kinder und ihrer Familien. Weil die Zahl der Menschen in Armut zum ersten Mal seit 1998 wieder steigt, werden deutlich mehr junge Menschen ihre Kindheit in miserablen Arbeitsverhältnissen erleben, anstatt zur Schule zu gehen.
    Armut und Perspektivlosigkeit birgt für Menschen aus vulnerablen, also gefährdeten, Gruppen wie ethnische Minderheiten, Frauen, Kinder und Menschen mit Migrationsgeschichte auch ein hohes Risiko von Zwangsarbeit. Viele Treiber der Armut sind bekannt: steigende Preise für Essen und Energie, politische Konflikte, aber auch die regionalen Auswirkungen des Klimawandels und nicht zuletzt die Corona-Pandemie. Deshalb sind verstärkte Anstrengungen nötig, bis 2030 das Ziel menschenwürdiger Arbeit für alle zu erreichen. Ohne eine starke Zivilgesellschaft, die das Thema aufgreift und gegenüber Politik und Wirtschaft ein Ende von Zwangsarbeit in jeder Form fordert, wird das nicht gehen.
    Zur Eröffnung der Ausstellung laden ein: Arbeit und Leben Thüringen, die Offene Arbeit des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt und die Thüringer Staatskanzlei. Neben Impulsen von Expert*innen wird es eine offene Austauschrunde geben. Teilnehmende sind herzlich eingeladen, ihre Fragen und Perspektiven einzubringen.

    Programm:
    19:30 Uhr Begrüßung: Offene Arbeit des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt
    19:40 Uhr Was haben wir mit Kinder- und Zwangsarbeit zu tun? - Uwe Flurschütz, Arbeit und Leben
    19:50 Uhr Grußwort: Dr. Veronika Janßen, Thüringer Staatskanzlei
    19:55 Uhr Warum sind die THemen wichtig?: UNICEF/Amnesty International
    20:10 Uhr Austausch mit dem Publikum
    20:30 Uhr Eröffnung der Ausstellung

    Das Zeigen der Ausstellung in Erfurt und Thüringen wurde ermöglicht durch eine Kooperation mit dem Promotorinnen-Programm mit Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei sowie des BMZ.

    Die Ausstellung ist Teil des SÜDWIND Projekts zu Kinder- und Zwangsarbeit. Sie wird gefördert von der Stadt Bonn, der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie von Engagement Global

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